29.08.2012

Groß & Breit - Lötspitzen für die Leistungselektronik

Die passende Lötspitze für die jeweilige Lötaufgabe zu benutzen, ist entscheidend für Qualität und Zuverlässigkeit der Lötung. Diese Grundregel des Handlötens gilt umso mehr, je größer bzw. komplexer die Lötstelle beschaffen ist.

Moderne Lötstationen wie ERSA i-CON Vario stellen an ihrem handlichen Lötkolben eine Heizleistung von 150 W zur Verfügung. Somit können mit der passenden Lötspitze auch anspruchsvolle Lötungen mit hohem Wärmebedarf in der Serienfertigung hergestellt, repariert oder nachgelötet werden.

Als Anhaltspunkt gilt, dass über eine 5 mm breite, meißelförmige Lötspitze eine mittlere Leistung von etwa 60 W zur Lötstelle übertragen werden kann. Mit der Größe der Lötspitze wächst auch die benetzbare Fläche der Spitze und damit steigt die mögliche Wärmeübertragung.

Die übertragene Wärme in die Lötstelle hängt aber auch vom Zustand der Lötspitze und deren Benetzung mit Lötzinn ab, denn über den Weg des geschmolzenen Lots findet die Energie den Weg in die Lötstelle. Bei flächigen Anschlusskontakten ist die Breite der Lötspitze entscheidend, um die Lötstelle vollflächig zu erwärmen. Eine ausreichend große Spitzenmasse gewährleistet auch bei kontinuierlicher Nutzung stets eine ausreichende Energiezufuhr. Gleichzeitig kann dann die Lötspitzentemperaturen so gering wie möglich gewählt werden. Die Spitzentemperatur beeinflusst die Haltbarkeit der Lötstelle im Betrieb des Produkts und die Lebensdauer der Lötspitze und damit die laufenden Produktionskosten.

Große Lötstellen von Leistungsbauteilen oder Blechelementen sind aber nur ein Anwendungsbereich. Mit speziell geformten Lötspitzen kann z.B. Restlot nach dem Auslöten eines großen BGA sehr einfach und sicher entfernt werden. Es lassen sich sowohl die Landeflächen auf der Platine als auch am Bauteil reinigen.

 

Kontakt: auer@grothusen.com
Download: Ersa Lötgerätekatalog